Maus Polling Rate Test
So funktioniert es: Beweg deine Maus im Feld in schnellen Kreisen und bleib mindestens fünf Sekunden lang in Bewegung. Die vier Kästen zeigen deinen aktuellen Messwert, deinen Schnitt, deinen höchsten Wert und die Standard-Polling-Rate, auf die deine Maus sehr wahrscheinlich eingestellt ist.
Dieser Polling Rate Test misst, wie viele Positionsmeldungen deine Maus pro Sekunde an den Computer sendet, angegeben in Hertz (Hz). Beweg die Maus ein paar Sekunden lang in schnellen Kreisen im Feld, und der Test zeigt dir deine Live-Rate, deinen Schnitt, dein Maximum und die nächstliegende Standardrate, etwa 125, 500 oder 1000 Hz.
Dieser Online-Check für deine Maus-Rate ist kostenlos und läuft direkt im Browser. Du installierst nichts, brauchst kein Konto, und nichts von dem, was du im Feld tust, wird gespeichert oder irgendwohin gesendet.
So prüfst du die Polling Rate deiner Maus
Um die Polling Rate deiner Maus hier zu prüfen, brauchst du nur die Maus und ein paar Sekunden Bewegung:
- Setz den Mauszeiger in das dunkle Feld. Das ist der Messbereich; der Rahmen leuchtet grün, solange sich die Maus bewegt.
- Beweg die Maus schnell und ohne Pause. Große, schnelle Kreise funktionieren am besten.
- Mach mindestens fünf Sekunden weiter. In den ersten zwei Sekunden steht im Feld “Weiter in schnellen Kreisen bewegen…”, danach zeigt es dir die Rate, auf die deine Maus sehr wahrscheinlich eingestellt ist.
- Lies die vier Kästen oben ab: Jetzt (Hz), Schnitt, Maximum und Vermutet.
- Klick auf Zurücksetzen, um alles zu löschen und neu zu messen, zum Beispiel nachdem du eine Einstellung in deiner Maussoftware geändert hast.
Hörst du auf, die Maus zu bewegen, fällt der Wert auf 0 und im Feld steht “Pausiert”. Deine Zahlen bleiben stehen, und der Test misst weiter, sobald du dich wieder bewegst.
Was die vier Werte bedeuten
Der Test nimmt viermal pro Sekunde einen Messwert. Jeder Messwert zählt die Positionsmeldungen, die in der letzten Viertelsekunde angekommen sind, und multipliziert diese Zahl mit vier, damit er pro Sekunde angezeigt wird. Das sagt dir jeder Kasten:
| Kasten | Was er zeigt | Wofür du ihn nutzt |
|---|---|---|
| Jetzt (Hz) | Den letzten Viertelsekunden-Messwert | Er springt beim Bewegen hin und her; das ist nicht dein Ergebnis |
| Schnitt | Den Mittelwert deiner letzten Messwerte (bis zu den letzten 200, etwa 50 Sekunden Bewegung) | Eine faire Zusammenfassung dessen, was dein Browser empfangen hat |
| Maximum | Den bisher höchsten einzelnen Messwert | Zeigt, was deine Maus schafft, wenn du sie schnell und gleichmäßig bewegst |
| Vermutet | Die Standardrate, die deinen typischen hohen Messwerten am nächsten liegt | Die beste Antwort auf “Worauf ist meine Maus eingestellt?” |
Der Wert Vermutet vergleicht deine Messwerte mit den Standardeinstellungen von Mäusen: 125, 250, 500, 1000, 2000, 4000 und 8000 Hz. Er ignoriert deine langsamsten Momente (wenn du die Richtung wechselst, sendet die Maus weniger Meldungen) sowie einzelne Ausreißer nach oben und wählt die Standardrate, die deinen starken, stabilen Messwerten am nächsten liegt. Zeigt Schnitt also 941 und Vermutet 1000 Hz, ist deine Maus auf 1000 Hz eingestellt und alles ist in Ordnung.
Das Balkendiagramm unten zeigt deine Messwerte der letzten 20 Sekunden, ein Balken pro Viertelsekunde. Eine flache Reihe hoher Balken bedeutet gleichmäßige Meldungen. Balken, die mitten in einer schnellen Bewegung immer wieder einbrechen, deuten auf ein Problem hin, das du prüfen solltest (siehe die Liste zur Fehlersuche weiter unten).
Übliche Polling Rates bei Mäusen
Die Polling Rate ist die Zahl der Meldungen, die die Maus pro Sekunde an den Computer schickt, also ist die Zeit zwischen zwei Meldungen einfach 1000 geteilt durch die Rate. Logitech nennt dieselben Werte: 125 Hz bedeutet alle 8 ms ein Update, 1000 Hz eines pro Millisekunde.
| Polling Rate | Zeit zwischen Meldungen | Wo du sie meist findest |
|---|---|---|
| 125 Hz | 8 ms | Einfache Büromäuse |
| 250 Hz | 4 ms | Ältere oder günstige Mäuse |
| 500 Hz | 2 ms | Viele Mittelklasse- und ältere Gaming-Mäuse |
| 1000 Hz | 1 ms | Die übliche Einstellung bei Gaming-Mäusen |
| 2000 Hz | 0,5 ms | Neuere High-End-Gaming-Mäuse |
| 4000 Hz | 0,25 ms | High-End-Gaming-Mäuse |
| 8000 Hz | 0,125 ms | Die schnellsten Gaming-Mäuse im Handel |
Eine ausführlichere Erklärung zu Eingabeverzögerung, Laufruhe und den Nachteilen sehr hoher Raten findest du unter Maus Polling Rate erklärt.
So misst dieser Polling Rate Test die Hz deiner Maus
Wie jeder Polling-Rate-Tester im Browser zählt auch dieser die Mausbewegungsereignisse, die dein Browser an die Seite weitergibt. Wie nah das an die echte Hardware-Rate herankommt, hängt vom Browser ab, und die Zeile unter dem Test zeigt dir, welche Methode verwendet wird:
- “Methode: rohe Zeigerereignisse” erscheint in Chrome, Edge, Opera und anderen Chromium-Browsern sowie in aktuellen Firefox-Versionen. Diese Browser unterstützen das Ereignis pointerrawupdate, das jedes Update weitergibt, sobald es ankommt. Laut Can I use begann die Unterstützung mit Chrome 77, Edge 79 und Opera 64, und Firefox unterstützt es vollständig ab Version 148. Das ist der genaueste Modus.
- “Methode: zusammengefasste Zeigerereignisse” erscheint in Browsern ohne dieses Ereignis, darunter Safari. Browser fassen normalerweise mehrere Mausupdates zu einem Ereignis zusammen, um Arbeit zu sparen, und MDN erklärt, dass das bei schnellen, großen Bewegungen Genauigkeit kostet. Wo der Browser die zusammengefassten Updates einzeln bereitstellt, zählt der Test jedes davon; wo nicht, können die Werte deutlich unter deiner echten Rate liegen.
Touchscreens und Tippen auf dem Touchpad zählen nicht. Berührst du das Feld mit dem Finger oder einem Stift, zeigt der Test “Maus erforderlich”, denn die Polling Rate ist eine Mauseinstellung und es wird nur Mausbewegung gemessen.
Warum deine Polling Rate niedriger ausfällt als erwartet
Ein Browsertest kann dir sagen, was dein Browser empfangen hat, aber nicht die Einstellung auslesen, die in der Maus gespeichert ist. Ein Ergebnis knapp unter deiner Einstellung ist normal. Liegt es weit darunter, geh diese Ursachen der Reihe nach durch:
- Du bist langsamer geworden oder hast angehalten. Die meisten Mäuse senden nur Meldungen, solange sie sich bewegen, daher ziehen Pausen und langsames Ziehen den Schnitt nach unten. Halte die Kreise schnell und durchgehend.
- Dein Browser nutzt die zusammengefasste Methode. Probier Chrome, Edge oder ein aktuelles Firefox und prüf, ob in der Methodenzeile rohe Zeigerereignisse steht.
- Energiesparen bei Funkmäusen. Logitech weist darauf hin, dass seine G-Mäuse ihre Polling Rate laufend ändern, um Akku zu sparen, sodass Browsertests niedrigere Werte zeigen können. Steck das Kabel ein oder schalte das Energiesparen in der Maussoftware aus und teste dann erneut.
- Schwaches Funksignal. Bring den Empfänger näher an die Maus, am besten mit einem kurzen Verlängerungskabel auf dem Schreibtisch.
- USB-Hubs und Front-Anschlüsse. Steck die Maus oder den Empfänger direkt in einen Anschluss am Computer.
- Ein ausgelasteter Computer. Schließ Spiele, Videos und schwere Browsertabs, während du testest, denn sie können Ereignisse verzögern.
- Sehr hohe Einstellungen. Bei 4000 oder 8000 Hz kommen viele Browser nicht mit, daher kann der Test niedrigere Werte zeigen als spezielle Desktop-Tools.
Stimmt der Wert Vermutet mit der Einstellung in deiner Maussoftware überein, funktioniert deine Maus so, wie sie soll.
Ist eine höhere Polling Rate besser?
Bis zu einem gewissen Punkt, ja. Was bringt eine höhere Polling Rate? Sie verkürzt die Wartezeit zwischen den Meldungen: Der Sprung von 125 Hz auf 1000 Hz verkürzt den Abstand zwischen zwei Meldungen von 8 ms auf 1 ms, wodurch sich Mauszeiger und Kamera im Spiel spürbar flüssiger anfühlen. Oberhalb von 1000 Hz liegt die Ersparnis unter einer Millisekunde, und die Kosten steigen: Laut Logitech erzeugen hohe Raten mehr USB-Verkehr und Prozessorlast, was in manchen Spielen zu leichten Einbrüchen der Bildrate führen kann, und sie leeren die Akkus von Funkmäusen schneller.
Welche Polling Rate ist also gut für eine Maus? Zum Surfen und für Büroarbeit ist jede Rate in Ordnung, und laut Logitech reichen 250 Hz oder weniger für die meisten Nutzer. Fürs Gaming, auch bei Shootern wie Valorant, sind 1000 Hz die Standardwahl. Höhere Raten lohnen einen Versuch, wenn du auf einem Monitor mit hoher Bildwiederholrate spielst und deine Spiele flüssig bleiben; siehst du Ruckler, geh zurück auf 1000 Hz.
So änderst du die Polling Rate deiner Maus
In den Einstellungen von Windows 11 kannst du die Polling Rate der Maus nicht ändern, weil Windows keine Option dafür hat. Die Polling Rate steckt in der Maus selbst, also änderst du sie in der Software des Herstellers (zum Beispiel Logi Options+ oder G HUB bei Logitech oder die App, die zu deiner Maus gehört). Manche Mäuse haben außerdem eine kleine Taste auf der Unterseite, mit der du durch die Raten schaltest. Einfache Büromäuse haben meist eine feste Rate und keine Software.
Komm nach der Änderung hierher zurück, klick auf Zurücksetzen und mach den Test erneut, um zu prüfen, ob die neue Rate übernommen wurde.
Polling Rate ist nicht DPI und nicht Klickgeschwindigkeit
Diese Einstellungen werden ständig verwechselt. Die Polling Rate gibt an, wie oft die Maus meldet. DPI gibt an, wie weit sich der Mauszeiger pro Zoll Mausbewegung bewegt, und du kannst sie mit dem Maus DPI Analyzer messen. Um die Empfindlichkeit zwischen Spielen zu vergleichen, nutz den eDPI-Rechner oder den Maus-Sensitivity-Umrechner.
Mit Klicks pro Sekunde hat die Polling Rate ebenfalls fast nichts zu tun. Selbst 125 Hz senden alle 8 ms eine Meldung, viel schneller, als irgendjemand klicken kann, also hängt dein Ergebnis im CPS-Test von deinen Fingern ab. Vermutest du eher eine defekte als eine langsame Maus, prüf jede Taste mit dem Maustasten-Test, schau mit dem Doppelklick-Test, ob ein Klick als zwei zählt, und prüf das Mausrad mit dem Scroll-Test.
Häufige Fragen
Wie prüfe ich die Polling Rate meiner Maus ohne Software?
Nutz einen Browsertest wie diesen Maus-Polling-Rate-Tester. Beweg die Maus mindestens fünf Sekunden lang in schnellen Kreisen im Feld und lies den Kasten Vermutet ab, der die nächstliegende Standardrate zeigt. Am genauesten ist das Ergebnis in Chrome, Edge oder einer aktuellen Firefox-Version.
Wie hoch sollte die Polling Rate meiner Maus sein?
Für den Alltag funktioniert jede Rate, und 125 bis 250 Hz reichen völlig. Fürs Gaming sind 1000 Hz der langjährige Standard. Raten ab 2000 Hz können sich auf Monitoren mit sehr hoher Bildwiederholrate etwas flüssiger anfühlen, kosten aber mehr Prozessorzeit und Akku.
Warum ändert sich mein Ergebnis jedes Mal?
Jeder Messwert deiner Maus-Abfragerate hängt davon ab, wie schnell und wie gleichmäßig du dich bewegst, deshalb springt der Kasten Jetzt ständig hin und her. Schnitt und vor allem Vermutet sind viel stabiler. Beweg die Maus jedes Mal ein paar Sekunden lang auf die gleiche Weise, dann sollten die Werte zwischen den Durchläufen übereinstimmen.
Kann dieser Test die Hz einer Tastatur prüfen?
Nein. Dieser Test misst nur Mausbewegung, und eine Tastatur sendet überhaupt keine Bewegung. Die Polling Rate einer Tastatur findest du in ihren technischen Daten oder in der Software des Herstellers.
Ist das dasselbe wie ein Test der Hz meines Monitors?
Nein. Die Bildwiederholrate des Monitors gibt an, wie viele Bilder dein Bildschirm pro Sekunde zeigt, die Polling Rate der Maus dagegen, wie oft die Maus an den Computer meldet. Beides ist unabhängig voneinander, auch wenn eine höhere Polling Rate auf einem Monitor mit hoher Bildwiederholrate am deutlichsten spürbar ist.
Spielt die Polling Rate bei einer USB- oder Funkmaus eine Rolle?
Beide melden auf dieselbe Weise. Die USB-Polling-Rate einer kabelgebundenen Maus und die Rate eines Funkempfängers lassen sich beide auf die üblichen Raten einstellen, wenn die Maus das unterstützt. Funkmäuse senken ihre Rate eventuell, um Akku zu sparen, und das ist der häufigste Grund, warum eine Funkmaus in diesem Test niedrig misst.
Ist es sicher, die Polling Rate zu erhöhen?
Ja. Es schadet weder der Maus noch dem Computer. Die einzigen Nebenwirkungen sind höhere Prozessorlast, mögliche Ruckler in manchen Spielen und eine kürzere Akkulaufzeit bei Funkmäusen, und all das machst du rückgängig, indem du die Rate wieder senkst.